Sechs- bis siebenstellige Budgets, null Sichtbarkeit
Letzte Woche saß ich bei einem Unternehmen mit 280 Mitarbeitenden. Jahresumsatz dreistellig. Marketing-Budget im sechs- bis siebenstelligen Bereich. Drei Agenturen gleichzeitig unter Vertrag.
Bei Google? Seite vier. Für den eigenen Firmennamen.
Das Geld ist nicht das Problem
Ich höre den Satz oft: „Wir müssen mehr in Marketing investieren." Meistens stimmt er nicht. Das Budget ist da. Oft sogar mehr als genug. Was fehlt, ist nicht Geld. Was fehlt, ist jemand, der sagt: Das machen wir. Das lassen wir. Und daran messen wir uns.
Stattdessen passiert Folgendes: Die Geschäftsführung delegiert „das Digitale" an die Marketingabteilung. Die Marketingabteilung delegiert an drei Agenturen. Die Agenturen liefern. Kampagnen laufen. Reports kommen. Keiner liest sie. Und keiner fragt: Funktioniert das eigentlich?
Aktionismus ist kein Ersatz für Richtung
Neue Website. Social-Media-Kanäle. SEA-Kampagnen. Content-Produktion. Newsletter. Alles gleichzeitig, alles ein bisschen. Das sieht nach Aktivität aus. Ist es auch. Nur bringt Aktivität ohne Ziel nichts außer Kosten.
Ich habe Unternehmen gesehen, die fünf Kanäle bespielen und auf keinem wirklich präsent sind. Die jede Woche Content produzieren, den niemand liest. Die Anzeigen schalten, ohne zu wissen, was ein Lead kostet.
Das ist kein Marketing. Das ist Beschäftigungstherapie.
Die Antworten liegen meistens schon im Haus
Was mich immer wieder überrascht: Die besten Inhalte stecken nicht in Agentur-Briefings. Sie stecken in den Köpfen der Mitarbeitenden. Im Vertrieb, der jeden Tag hört, was Kunden wirklich fragen. Im Service, der weiß, wo es hakt. In der Technik, die Lösungen erklären kann, die kein externer Texter versteht.
Nur fragt die niemand.
Wer seine Fachkräfte einbindet, bekommt Inhalte, die echte Fragen beantworten. Inhalte, die Google versteht und die Kunden vertrauen. Kein Agentur-Briefing ersetzt das.
Sichtbarkeit braucht Führung
Digitale Sichtbarkeit ist kein Projekt, das man einmal aufsetzt und dann läuft. Sie braucht jemanden, der Verantwortung übernimmt. Der Prioritäten setzt. Der „Nein" sagt zu dem, was nicht wirkt. Und der dranbleibt, auch wenn die Ergebnisse erst nach Monaten kommen.
Das ist keine Aufgabe für die Agentur. Das ist Führungsaufgabe.
Wer das Digitale nicht versteht, muss es nicht selbst bedienen. Aber verstehen, was gemessen wird und warum. Und entscheiden, woran sich Erfolg misst.
Wer Millionen ausgibt, ohne zu wissen wofür, hat kein Marketing-Problem. Der hat ein Führungsproblem.
Sie stecken sechs- bis siebenstellige Budgets ins Marketing und die Ergebnisse passen nicht? Schreiben Sie mir. Ich sage Ihnen in einem Gespräch, woran es liegt.
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